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Slow Food als Philosophie und Esskultur

Ständige Hektik, chronischer Zeitmangel, anstrengender Tagesablauf und hohes Lebenstempo – all das zeichnet das moderne Leben aus. Zeit ist Geld, und so kann es schwierig sein, nicht nur etwas Besonderes zu kochen, sondern einfach ohne Eile zu essen. Es war der Wunsch, Zeit zu sparen, der in das Fast-Food-Konzept aufgenommen wurde. Aber ist es wirklich sinnvoll und notwendig, „irgendetwas“ zu sich zu nehmen? Regelmäßiges kalorienreiches Fast Food wird nicht nur schnell langweilig, sondern stellt sich als ein Gesundheitsrisiko dar. Aus diesem Grund begannen viele Menschen, ihre Essgewohnheiten und ihren Lebensstil zu ändern sowie ihre Einstellung zum Faktor Zeit zu überdenken.

Slow-Food-Bewegung

Die Slow-Food-Bewegung manifestiert eine völlig andere Esskultur und Philosophie. Diese spiegelt sich in dem Namen Slow Food wider (im Gegensatz zu Fast Food). Der Unterschied liegt nicht nur in der Herangehensweise an den Lebensmittelkonsum, sondern auch in der Einstellung zur Ernährung, die einen ästhetischen und kulturellen Charakter annimmt und nicht nur den Magen mit Kalorien füllt.

Italienische Feinschmecker gegen Fast Food

Die Slow-Food-Bewegung entstand in Italien, als 1986 das erste McDonald's-Restaurant in Mailand eröffnet wurde. Italiener, die sich stark auf gehobene Küche und traditionelles Familienessen orientierten, sahen Fast Food als Bedrohung für ihre Tradition und Kultur und protestierten gegen die Dominanz von Fast Food. Italienische Feinschmecker erstellten ein Manifest, in dem alle Menschen aufgefordert wurden, nicht nur das McDonald's-Restaurant, sondern die gesamte Fast-Food-Kultur zu boykottieren.

1989 registrierten die Langsamesser ihre Organisation unter dem Namen Slow Food. Jetzt hat die Organisation 100.000 Mitglieder und eine Million Gleichgesinnte und Aktivisten in 150 Ländern. Die Organisation unterstützt regionale Lebensmittelproduzenten und setzt sich für die Bewahrung von Traditionen der nationalen Küche verschiedener Länder ein.